Oder schon Kindergeburtstag?
“Nur wer den Mut hat, Dinge anders zu machen, kann sie besser machen!” Wer kennt es nicht, das Motto der Gasgerätemanufaktur Hessen? Das US-Franchise “Kentucky Fried Chicken” hat es sich unter den Nagel gerissen und beginnt damit seine “KFC-Philosophie”. Weiter heißt es dort:
Bei KFC sollen sich Kunden besser fühlen als anderswo. Und es soll ihnen besser schmecken. Nicht einfach gut, sondern so good.
Soooooooooooo gooooooooooooooood schmeckt es seit 1930 in den USA, seit den 60ern in Deutschland und seit dem 28. Mai 2011 auch in Leipzig. In direkter Nachbarschaft zum McDonald’s-Restaurant eröffnete Kentucky Schreit Ficken (nicht witzig) heute seine Filiale im Hauptbahnhof und wurde zum Start sooo gooood besucht, dass zwei Sicherheitsleute am Eingang Zu- und Abströme regeln mussten. Offenbar waren alle erschienen, die zuvor auf Facebook zugesagt hatten. Den dort angekündigten Flashmob soll es nach Aussage der Türsteher allerdings nicht gegeben haben.
Die Pommes schmeckten exakt wie bei McDonald’s, was Rico zu dem Schluss führte, dass sich beide Restaurants die Küche teilen. Recht lecker waren die “Crispys”, eine von mehreren Sorten der Fried Chicken. Die Bedienung spulte ihr auf extreme Freundlichkeit getrimmtes Programm im Auto-Modus ab und brachte in weniger als zehn Dialogzeilen mindestens fünfmal den Satz “Sehr gerne” unter. Von den während meines Besuchs anwesenden Gästen waren maximal fünf eindeutig als Volljährige zu identifizieren. Wie sagte es Rico so schön: Für Fans von Hannah Montana sicher ne feine Sache.
Mit Dank an Matti und Sören.
Link: KFC
Tags: hauptbahnhof, kentucky fried chicken, kfc

29. Mai 2011 um 12:35 |
Nja, Kommerz-Freundlichkeit im Kommerz-Fastfood halt. So scheiße freundlich sind die in Berlin und den USA jedenfalls nicht — käme man sich ja auch verarscht vor. Naja, Leipzig ist halt ne kleine Provinzstadt :D
29. Mai 2011 um 17:20 |
Die Zielgruppe kommt sich vielleicht nicht verarscht vor. Aber allzu lange kann das ein Mensch ja eigentlich nicht durchhalten. Mal schauen, wie es in einigen Wochen aussieht – sowohl in Sachen Freundlichkeit als auch in Sachen Kundschaft.
30. Mai 2011 um 17:22 |
[...] das noch Fastfood oder Kindergeburtstag? lautet die Überschrift im Artikel auf Lipsia. [...]
31. Mai 2011 um 15:56 |
Verdammt, war heute auf dem Bahnhof und habe KFC garkeinen Besuch abgestattet, na dann morgen. Muss das doch noch selbst testen.
Gruss,
Daniel
31. Mai 2011 um 18:24 |
Kannst ja dann hier einen “Erlebnisbericht” hinterlassen. ;-)
23. Dezember 2011 um 16:28 |
[...] Fried Chicken eröffnete seine erste „Soooo Gooooooood“-Filiale in Leipzig, FDP-Fan Dirk Birgel wurde Nachfolger von Bernd Hilder bei der Leipziger Volkszeitung, [...]