Ende des Monats zieht Bernd Hilder, derzeit noch Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, um. Vom Peterssteinweg geht es dann nach Brüssel, ins Korrespondentenbüro von Madsack, jener Verlagsgesellschaft, zu der auch die LVZ gehört. Nachfolger soll laut BILD-Zeitung der sieben Jahre jüngere Dirk Birgel werden, derzeitiger Chefredakteur der LVZ-Tochter DNN (“Dresdner Neueste Nachrichten”). Dieser twittert. Ja, das hat durchaus Nachrichtenwert, wird Hilder doch nachgesagt, nun ja, mit den “neuen Medien” nicht unbedingt verheiratet zu sein. Doch Birgel twittert nicht nur, er schreckt auch nicht davor zurück, sich und sein eigenes Blatt auf die Schippe zu nehmen:
Was tut man nicht alles für den Einzelverkauf. Morgen lächelt Carmen Nebel von der Titelseite. Wie tief kann man sinken?
Quelle: Twitter
Selbstironische Bemerkungen wie diese sowie die höhere Netzaffinität im Vergleich zu seinem noch im Amt befindlichen LVZ-Vorgänger sollten sicher nicht überbewertet werden, verpassen ihm zum Start aber schon mal einen kleinen Bonus (sofern er es denn wird, die Bestätigung lässt noch auf sich warten).
Und wie steht’s mit der politischen Einstellung? Folgt dem konservativen Hilder mal ein Linker? Vielleicht gibt Facebook die Antwort. Auch wenn es nichts zu sagen haben muss, findet sich unter seinen “Aktivitäten und Interessen” lediglich eine einzige politische Partei. Viel Spaß beim Suchen.
Tags: dirk birgel, hilder, lvz, twitter
12. November 2011 um 09:03 |
Menschen, die nach einer liberalen Heimat suchen, haben es derzeit nicht leicht. Bis auf leisen oder auch lauten Spott haben sie nicht viel erwarten.. Ich fände Birgel auf jeden Fall eine spannende Entscheidung.
12. November 2011 um 15:39 |
Die Partei gibt es doch eh nicht mehr lange, oder?
12. November 2011 um 18:25 |
Huch! Der sieht aus wie Prof. Rosenow. Hat nur ein anderes Hemd an.
Ich frage mich immer: wenn jemand die Bildzeitung zitiert, dann gibt es keine anderen Quellen. Und das ist dann so unseriös, dass man sich das Zitat auch schenken kann und stattdessen lieber das Allgemeine Gemurmel™ zitiert, oder?
12. November 2011 um 18:54 |
Das war jetzt aber sehr polemisch.
Sicher gibt es auch andere Quellen als die BILD-Zeitung. Aber wenn sich auch alle anderen Quellen (zurecht) auf die BILD berufen, und sie die Ausgangsinfo hatte, dann kann (und sollte) man auch gleich die BILD zitieren. Als Leser darf man ja dann selbst entscheiden, wie viel einem diese Quelle wert ist.
Und die BILD als generell unseriös zu bezeichnen, ist ziemlich schwarz-weiß. Es ist ein Drecksblatt, aber die dpa hat den Weggang von Hilder unter Berufung auf Madsack ja noch am gleichen Tag bestätigt. Dass die Birgel-Nachfolge noch nicht in Sack und Tüten ist, habe ich – im Gegensatz zur BILD – ja auch kenntlich gemacht. ;-)
@rotebrauseblogger: Falls mein Beitrag spottend aufgefasst wurde, möchte ich anmerken, dass es nicht so gemeint war. Ich kann gut damit leben, wenn er die FDP mag. Und was da bei Facebook steht, hat für mich sowieso keine Aussagekraft.
13. November 2011 um 16:29 |
[...] 34. schwarzepeter (Limbach-Oberfrohna/3228) 35. gpways(Dresden/3504) 36. Lipsia (Leipzig/3586) 37. Dresden Blog (Dresden (3724) 38. Große Worte (Taucha/3732) 39. Unkorrekt – [...]
29. November 2011 um 17:35 |
[...] Nachfolger ist Dirk Birgel von den Dresdner Neusten Nachrichten (DNN) im Gespräch. Der twittert, ist FDP-Fan und spricht beim Deutschlandfunk ab und zu einen Kommentar – mal über die Frauenquote, mal [...]
30. November 2011 um 21:51 |
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