Frauke Petry bei Maischberger

Die sächsische AfD-Landeschefin und Vorsitzende der Landtagsfraktion Frauke Petry war Dienstagabend zu Gast in der Talkshow von Sandra Maischberger. Thema: Angst vor Flüchtlingen – falsche Panik oder echtes Problem?

Dort traf sie auf einen Politiker, einen Journalisten, einen Flüchtlingsaktivisten, einen ehemaligen Flüchtling und eine Frau, die Flüchtlinge privat aufnimmt. Im Folgenden sind einige Aussagen von Petry protokolliert (keine wörtlichen Zitate). Wörtlich nachzuhören sind ihre Redebeiträge und die der anderen Gesprächsteilnehmer in der ARD-Mediathek.

Frauke Petry:

Menschen haben häufig Angst vor Veränderungen jedweder Art. Das Einzige, was hilft, sind Begegnungen, also persönlicher Kontakt, und Informationen über die Lage der Flüchtlinge. In Sachsen gibt es viele Bürgerinitiativen, die die Notwendigkeit der Aufnahme von Flüchtlingen erkennen, denen es aber darum geht, dass vorhandene Wohnungen genutzt werden anstatt freie Flächen zu belegen. Es gibt hier ja einen großen Leerstand. Mitglieder der AfD beteiligen sich an den Bürgerinitiativen, um eine menschenwürdige Unterkunft zu gewährleisten.

Wir müssen differenzieren zwischen Menschen aus Bürgerkriegsgebieten mit klarem Asylgrund nach der Genfer Konvention und den sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen. Ich kann jeden Menschen verstehen, der wegen Armut migriert. Das ist legitim und hat es schon immer gegeben. Aber dafür gibt es Gesetze, an die man sich zu halten hat. Um diesen Flüchtlingen eine faire Chance zu geben, plädieren wir für klare Einwanderungsgesetze.

Wir müssen die Frage beantworten, wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen und effektiv integrieren können. Deshalb müssen wir differenzieren. Ich selbst bin innerhalb von Deutschland migriert, mein Vater war Kriegsflüchtling – ich weiß, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein.

Die Politik ist derzeit der Verantwortung nicht gewachsen, sich um Flüchtlinge zu kümmern, obwohl sie für sie Anreize schafft, hierher zu kommen. Für diese Personen muss es eine Möglichkeit zur Integration geben. Bei vielen Wirtschaftsflüchtlingen ist es klar, dass es schwer wird, sich zu integrieren. Wir wissen, dass unter den Hartz-IV-Empfängern ein großer Ausländeranteil dabei ist. Bei denjenigen, die ohne rechtlichen Asylgrund kommen, muss es Möglichkeiten zur Begrenzung geben.

Dass Polizei und Gerichte in NRW bei verurteilten Straftätern nicht mehr ausweisen dürfen, woher diese kommen, trägt nicht zur Transparenz bei.

Wir brauchen Einwanderung, weil wir ein demografisches Problem haben. Ein Einwanderungsmodell muss aber bestimmte Kriterien enthalten. Dabei ist Qualifikation ein wichtiger Bestandteil. Auch Wirtschaftsflüchtlinge können qualifiziert und in den Arbeitsmarkt integriert werden.

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Eine Antwort zu Frauke Petry bei Maischberger

  1. nobbie47 schreibt:

    Hat dies auf AfD Watch rebloggt.

    Gefällt mir

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